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Die Aquarellmalerei bietet aufgrund ihrer gestalterischen Vielfalt unterschiedliche Möglichkeiten, sich künstlerisch auszudrücken. Sie zeichnet sich durch Spontanität und Leichtigkeit aus, weshalb sie sich als Gestaltungsmittel
für das Genre Stadtlandschaften besonders gut eignet. Diese wird nicht nur massgeblich von ihrer Architektur und ihrer Lebendigkeit, sondern auch von momentanen Licht- und Witterungsverhältnissen massgeblich geprägt und stellt
deshalb eine künstlerische Herausforderung dar.
Ich habe mich oft auf Stadt - Impressionen von London, Venedig, Berlin, Prag, Wien und Hamburg konzentriert und sie schrittweise in einer modernen und lebendigen Darstellungsform umgesetzt. Ich möchte deutlich machen, inwiefern
die Maltechnik, die Farbigkeit und die Komposition Einfluss auf die Botschaft haben, die ein Stadtbild vermittelt.
Viele bedeutende Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts haben sich in neuer künstlerischer Form mit dem Stadtbild auseinandergesetzt. Man denke an die äußerst charmanten Parisbilder eines Gottfried Salzmann und die
leuchtenden Venedig Aquarelle von Heribert Mader , um nur zwei Beispiele zu nennen. Gerade in der künstlerischen Stadtlandschaft lassen sich äußere und innere Sichten in wunderbarer Weise verbinden. Hier ist es entscheidend,
sich von dem direkten Abbild zu lösen, statt dessen eigene Ideen und Gefühle durch Farbe, Form und Technik zum Ausdruck zu bringen, um ein gelungenes Aquarell zu erstellen. So unterschiedlich, wie die individuellen Eindrücke
einer Stadt sind, so vielfältig können die Gemälde sein. Ich denke, Mut und Experimentierfreudigkeit sind der Schlüssel zum Erfolg.
Andreas Mattern, 2006
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