Malerin und Zeichnerin 1965 wurde Susanne Haun in Berlin geboren. Sie ist bis heute Ihrer Heimatstadt treu geblieben und arbeitet im Kunstzentrum Tegel-Süd in Berlin Reinickendorf in ihrem knapp 50 m² großem Atelier.
Schon seit 1988 setzt sie sich intensiv mit der Malerei auseinander, u.a. mit der Zeichnung und der chinesischen Tuschemalerei. Die Zeichnung ist für sie die Grundlage jeglicher Malerei.

Susanne Haun: „Jedes Kunstwerk spiegelt für mich seine Zeit wieder und ist für die Zeit authentisch. Das ist das wichtigste. Und je länger die Zeit in der Vergangenheit liegt, desto interessanter ist das Kunstwerk. Weil es "nicht nur" Kunst sondern auch Geschichte ist. Es fasziniert mich, dass jede Zeit ihre eigene Definition von Kunst hat. Die antike Theorie von der Kunst als Nachahmung der Natur, die Romantik begriff die Kunst als eine sinnliche Darstellung, die moderne Anschauung ist uneinheitlich: Infolge der Erweiterung des Kunstbegriffs (unter anderem geprägt durch Beuys) sind allgemeinverbindliche Aussagen nicht möglich. Und doch sehnen sich viele Menschen nach einer verbindlichen Aussage. Ich denke das resultiert aus dem Streben der Menschen Lösungen zu finden.“

Seit 1992 unternahm sie verschiedene Studienreisen u.a. nach New York, Östereich, Südfrankreich, Italien. 2003 gründet sie mit Andreas Mattern die Druckwerkstatt K-02. 2004 hat sie mit der Illustration von Büchern begonnen. Ausgestellt hat sie unter anderem im Kunstamt Mitte von Berlin; Oper Leipzig; National Palace of Culture, Sofia, Bulgarien; Schloss Biesdorf, Berlin; Galerie Arcus, Berlin; Galerie Zone F, Berlin; Galerie Pillango, Berlin; Museum der Arbeit, Hamburg; Frauenmuseum Bonn; Galerie Kaas, Innsbruck, Östereich; Galerie Taube, Berlin.
Sie ist in verschiedenen Sammlungen vertreten, u.a. Palau Sa Font (ehemaliger Bischofspalast aus dem 16. Jahrhundert), Palma de Mallorca, Spanien und den Design-Studios, Markus Prebeck, Neustadt sowie in der Sammlung des Schlosses Biesdorf. 2004 erhielt sie die Auszeichnung „Sonderpreis bei der 3rd Lessedra World Art Print Annual, Mini Print 2004“.
Auf ihrer Homepage www.susannehaun.de erhält man einen Eindruck ihrer Kunst.

Susanne Haun selber über ihre Arbeit:
„Ich beobachtet Menschen im Alltag. Egal, ob beim Zug fahren, im Kaufhaus oder auf der Straße, mir fallen die kleinen Konflikte und Glücksmomente des Lebens auf. In der Zeichnung, Radierung und Malerei habe ich meine künstlerische Ausdrucksmöglichkeit gefunden. In spannungsreichen Zeichnungen, Radierungen und Arcylbildern will ich mit einer dynamischen und zugleich behutsamen Strichführung die Geschichten meiner Beobachtungen erzählen. Ich möchte, dass auch meine großen Acrylbilder die Leichtigkeit und Lebendigkeit einer Skizze behalten. Manchmal wirken meine Bilder gerade in den von mir gewählten kräftigen Farben illustrativ. Das möchte ich auch so. Ich denke in unserer heutigen unsicheren Zeit brauchen die Menschen Bilder, die zwar nicht realistisch jedoch figurativ sind, um sich daran festzuhalten. In der Zeichnung habe ich mich besonders mit Michelangelo, Dürer, Käthe Kollwitz, Kokoschka und Horst Janssen auseinandergesetzt. Für mich gibt es kein Wochenende, keinen Wochentag, keinen Urlaub, in dem ich nicht male, zeichne oder Bücher und Zeitschriften über Kunst lese. An jedem Tag stelle ich mich der Frage, „Was ist Kunst?“.“