ab
31.3.2006 stellt Andreas Mattern unter dem Titel "Stadtansichten"
in der Reihe Kunst Kompakt in der Galerie am Storchenturm einen Teil seiner
Werke aus.
31.3.2006 bis 29.3.2007
Andreas Mattern
Andreas
Mattern, 1963 in Schwerin (Mecklenburg) geboren, ist ein vorzueglicher
Aquarellist. Er besuchte die dortige Grafikschule.
Anders als in der ehemaligen BRD hatte in der ebenfalls ehemaligen DDR die
figurative Kunst grosse Bedeutung. Das den Studenten
vermittelte technische Knowhow traegt
noch heute. Und wenn das Figurative heute in der Kunstszene stark an Bedeutung
gewonnen hat, hat dies auch mit der Wiedervereinigung und dem Koennen der Kuenstler aus den
neuen Bundeslaendern zu tun.
Andreas
Mattern ist fasziniert vom Erlebnis der Stadt. Seine urbane Malerei ist von
flirrender Impulsivitaet. Das Aquarell ist gerade fuer dieses Thema ein sehr geeignetes Medium. Spontaneitaet und Zufall sind kennzeichnend fuer das Arbeiten mit Wasserfarben. Das Aquarell wird nicht
selten als kontrollierter Zufall bezeichnet. Andreas Mattern arbeitet nass in
nass, wundervolle Verlaeufe beleben die Komposition.
Der Kuenstler arbeitet sehr haeufig
vor Ort, auf jeden Fall hat er die Lokalitaet gesehen
und erlebt, bevor er sich ihr kuenstlerisch annaehert. Allzu haeufig wird das
Aquarell als Medium fuer Laien abgetan. Es wird dabei
voellig uebersehen, wie
kompliziert diese Technik ist. Das Aquarell erlaubt keine Korrekturen. Uebermalungen sind grundsaetzlich
nicht moeglich. Ein ganz entscheidendes Qualitaetskriterium ist der Farbaufbau. Aquarelle muessen leicht sein, die Farben muessen
durchscheinen. Solch duftige Blaetter stellen die
Arbeiten von Andreas Mattern dar.
In seiner
Malerei ist Urbanitaet ein wichtiger Ausgangspunkt.
Weit entfernt von Sozialkritik zeigt er die Stadt in ihrer architektonischen
und vitalen Vielfalt. In seinen Blaettern erreicht er
eine Abstraktion, die an einige Aquarelle des deutschen Expressionismus
erinnert. Ein wenig mag man an Ernst Ludwig Kirchners Berliner Strassenszenen oder an Oskar Kokoschkas grossartige
Stadtportraits denken.
Die Blaetter von Andreas Mattern wirken intim. Es ist keine
laute Kunst. Trotz aller Expressivitaet und
Abstraktion schildert er seine Stadtansichten in einer sehr einfuehlsamen
fast impressionischen Weise. - (zitiert nach Joerg Michael Henneberg).
Die
Ausstellung ist als Kompakt Kunst ein Jahr in der Galerie am Storchenturm zu
sehen.
Dauer der
Ausstellung: bis 29.3.2007